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AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS

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Prof. Dr. med. univ. Georg Bartsch

Prof. Dr. med. univ. Georg Bartsch (CV)

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Klinik für roboterassistierte Urologie und Uroonkologie

Rainer Mechelhoff

Rainer Mechelhoff (CV)

Leitender Oberarzt

Klinik für Urologie

Dr. med. Matthias Stastny

Dr. med. Matthias Stastny (CV)

Oberarzt

Klinik für Urologie

Die Photodynamische Therapie: Das TOOKAD-Verfahren

Als erste Klinik im Rhein-Main-Gebiet bietet die Klinik für roboterassistierte Urologie und Uroonkologie seit Januar 2019 das TOOKAD-Verfahren an. Dieses Therapieverfahren ist zur Behandlung für Patienten mit einem Prostatakarzinom mit einem niedrigen Risiko zugelassen. Dabei handelt es sich um Tumore mit dem sogenannten Gleason Score 6 (3+3), einem niedrigen PSA-Wert (≤10ng/ml) und einem Befall von höchstens 3 Probe-Zylindern auf einer Prostataseite mit einem geringen Befall des Tumors im entnommenen Zylinder.

TOOKAD – eine Behandlungsalternative

Das TOOKAD-Verfahren stellt eine Alternative zu den bisherigen Behandlungsoptionen des Prostatakarzinoms mit einem geringen Risiko dar. Bisher wurde Patienten mit den genannten Tumoreigenschaften ein Abwarten mit regelmäßigen Kontrollen (PSA-Wert, Biopsien) durch den Urologen angeboten (=aktive Überwachung). Zur endgültigen Behandlung des Tumors wurde die Prostata operativ entfernt oder eine Bestrahlung des Tumors durchgeführt. Beides kann mit Risiken verbunden sein, die die Lebensqualität erheblich einschränken. Zu den Risiken gehören u.a. Inkontinenz, Impotenz, Blasenentleerungsstörungen sowie Entzündungen der Harnblase und des Enddarms. Beim TOOKAD-Verfahren hingegen treten diese Komplikationen seltener auf.

So funktioniert das TOKAAD-Verfahren

Die Behandlung mit dem TOOKAD-Verfahren

Beim TOOKAD-Verfahren wird dem Patienten das Medikament Padeliporfin (TOOKAD) in die Vene gespritzt. Der Wirkstoff macht Gewebe und Organe lichtempfindlich und verteilt sich im gesamten Körper, so auch in der Prostata. Dem Patienten werden außerdem in die Seite der Prostata, in der sich der Tumor befindet, für den Zeitpunkt der Behandlung Laserfasern eingebracht. Nach Aktivierung dieser Laserfaser wird das Medikament durch das Licht angeregt und führt zu einem Zusammenziehen der Gefäße. Dadurch wird die Blutversorgung in diesem Bereich der Prostata unterbrochen und das Tumorgewebe stirbt ab. Bei diesem Verfahren ist der Patient unter Vollnarkose. Die ersten Stunden nach dem Eingriff muss sich der Patient vor Licht schützen. Etwa zwei Tage nach der Operation kann der Patient aus der Klinik entlassen werden. Da nicht die gesamte Prostata behandelt wird, muss der PSA-Wert nach dem Eingriff weiter kontrolliert werden. Außerdem sollte nach 12 Monaten eine Kontroll-Biopsie erfolgen.

Die Vorteile für den Patienten

Vorteile für den Patienten

Mit dem TOOKAD-Verfahren steht Prostatakarzinom-Patienten eine minimalinvasive Therapie zur Verfügung, die deutlich geringere Nebenwirkungen aufweist, als die herkömmlichen Therapieansätze. In einer europaweit durchgeführten Phase III-Studie, deren Ergebnisse 2017 in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht wurden, konnten gute funktionelle Ergebnisse des TOOKAD-Verfahrens gezeigt werden. Die fokale Therapie wurde dabei gegenüber der aktiven Überwachung als vorteilhafter beurteilt. Die komplette Entfernung der Prostata war bei den TOOKAD-Patienten seltener notwendig als bei den Patienten mit aktiver Überwachung.

Sollten Sie Interesse an dieser Therapieform haben, bitte sprechen Sie uns an.

T (069) 95 33 - 26 43