Wie Duschen Leben rettet

12. Mai 2017

Jordanische Delegation besichtigt Dekontaminationsanlage am AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS

Frankfurt am Main, 12. Mai 2017 − Ob Terroranschlag oder Chemieunfall: Eine sogenannte Dekontaminationsanlage ist im Ernstfall lebensnotwendig, um vergifteten Menschen helfen zu können. Wie eine solche Einrichtung funktioniert und welches Konzept dahinter steckt, das stellte das Dekontaminationsteam des AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUSES jetzt einer Delegation aus jordanischen Experten des Zivil- und Gesundheitsschutzes vor.

"Die klinische Dekontamination kommt bei Menschen zum Einsatz, die durch Chemikalien kontaminiert, sprich verseucht, wurden", erklärt Jürgen Schäfer, Geschäftsführer des AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUSES. Anhand einer praktischen Übung an der klinikeigenen Not-Dekontaminationsanlage demonstrierten Mitarbeiter des Krankenhauses und des Deutschen Roten Kreuzes wie eine Dekontamination abläuft.

"Alle Patienten müssen zunächst acht Minuten lang mit maximal 28 Grad warmem Wasser und Seife gründlich duschen oder durch das Dekontaminationsteam abgeduscht werden. Erst danach können Ärzte und Pflegekräfte ohne Gefahr für die eigene Gesundheit mit der medizinischen Behandlung beginnen", erläutert Jürgen Schäfer.

Das AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS verfügt seit 2009 über eine eigene ortsgebundene Dekontaminationsanlage. Es war die erste, die in Hessen eingerichtet wurde. Um sich selbst vor einer Kontamination zu schützen, müssen die Ersthelfer spezielle orangefarbene Anzüge tragen. Die Schutzanzüge stehen unter Druck, ein Gebläse filtert die Luft und versorgt den Träger mit Atemluft.

Die jordanische Delegation war im Rahmen des Fachforums "Stärkung des Jordanischen Zivilschutzes und des jordanischen öffentlichen Gesundheitswesen" vom 8. bis 12. Mai 2017 in Frankfurt am Main zu Gast. Veranstaltet wurde das Forum vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Das Ziel dabei: Die jordanischen Behörden und Einsatzkräfte zum Thema Schutz vor chemischen, biologischen und radiologischen/nuklearen Gefahren auszubilden und zu beraten.

Bildunterschrift: Anlässlich des Besuchs von jordanischen Experten des Zivil- und Gesundheitsschutzes demonstrierte das Dekontaminationsteam des AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUSES in einer Übung die Dekontamination von Patienten.

 

Weitere Informationen zum AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS finden Sie im Internet unter www.bethanien-krankenhaus.de.

Das AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS bildet gemeinsam mit dem AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS die AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN gemeinnützige GmbH. Die beiden Kliniken verfügen über insgesamt 872 Betten und 70 teilstationäre Plätze. Im Jahr 2016 wurden dort mehr als 36.700 Patienten stationär, über 8.100 Patienten vor- oder nachstationär behandelt, rund 27.300 ambulante Notfälle versorgt sowie circa 2.150 ambulante Operationen vorgenommen.

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken. Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 25 Krankenhausstandorte mit über 6.300 Betten, 35 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit über 3.000 Pflegeplätzen und zusätzlich 800 Betreuten Wohnungen, vier Hospize, 17 Medizinische Versorgungszentren, acht Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet AGAPLESION an 19 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus. Mehr als 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für eine patientenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden über eine Million Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen über eine Milliarde Euro.

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Anlässlich des Besuchs von jordanischen Experten des Zivil- und Gesundheitsschutzes demonstrierte das Dekontaminationsteam des AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUSES in einer Übung die Dekontamination von Patienten.