Borderline-Trialog

08. August 2017

Erfahrungsaustausch für Betroffene, Angehörige und professionelle Helfer

 

Liebe Patientinnen und Patienten,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Betroffene haben häufig extreme Gefühlsschwankungen, chaotische Beziehungen und nutzen selbstschädigende Verhaltensweisen, um ihr Leben zu meistern. Gleichzeitig können sie intelligent, kreativ und beruflich erfolgreich sein - trotz großem emotionalem Leid.

Ohne Vorwissen über die Erkrankung sind viele Verhaltensweisen von Betroffenen nicht nachvollziehbar. Sie erscheinen dramatisch, unangemessen oder destruktiv. Ein Teufelskreis, denn durch das negative Feedback fühlen sich Betroffene häufig unverstanden und abgelehnt. Ihr Verhalten kann dadurch weiter eskalieren. Für alle Beteiligten kann so das Bild entstehen, der Betroffene sei an einer Besserung nicht interessiert. Hier setzt unser Borderline-Trialog an.

In einer gleichberechtigten Gesprächsrunde können Betroffene, Angehörige und Fachleute über ihre Erfahrungen sprechen, Wissen austauschen und Ideen zur Selbsthilfe entwickeln. Dabei gilt die Grundhaltung, dass Wahrheit immer subjektiv ist und kein Teilnehmer für seine Meinung bewertet oder verurteilt wird. So haben alle Seiten die Möglichkeit, die Position der anderen und auch sich selbst besser zu verstehen.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Team der Psychiatrischen Tagesklinik

 

Borderline-Trialog

Was?

• Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe

• Wechselseitige Lernprozesse zum Nutzen aller Beteiligten

• Durch "Übersetzungsarbeit" entstehen Verständnis und Bereitschaft zur Meisterung des gemeinsamen Alltags

Wer?

• Menschen mit Borderline-Störung, Angehörige und professionelle Helfer aller Art

Wo?

• Aula im Konferenzzentrum (Gebäude F) AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS

Wann?

• Immer am zweiten Dienstag im Monat von 18.00 bis 19.30 Uhr

• Eine Anmeldung ist nicht erforderlich